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Frauen mit Lernschwierigkeiten arbeiten als Frauenbeauftragte
Kassel, 11.10.2009


Das Projekt „Frauenbeauftragte in Einrichtungen“ will die Selbstvertretung von Frauen mit Lernschwierigkeiten verbessern und unterstützt sie beim Aufbau ihrer Interessenvertretung. Projektpartner sind die Vereine Weibernetz und Mensch zuerst. Gefördert werden sie vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Bundesweit nehmen acht Frauen am Pilotprojekt teil und sind seit Anfang Oktober als Frauenbeauftragte in Werkstätten und Wohnheimen für Menschen mit Behinderung tätig. Bereits seit Mai diesen Jahres wurden die Teilnehmerinnen auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet. So absolvieren alle Frauen in Frankfurt am Main regelmäßige Schulungen. Materialien in leichter Sprache liefern den Frauen außerdem Informationen über ihre Rechte und Möglichkeiten.

Ziel des Projekts ist es, behinderte Frauen in Werkstätten zu stärken, Ungleichbehandlung von Männern und Frauen sowie Diskriminierung abzubauen. Die Frauenbeauftragten vertreten ihre Kolleginnen und Mitbewohner selbst: Sie hören ihnen zu, informieren über Rechte und Pflichten, beraten und nennen Ansprechpartner. Die acht Teilnehmerinnen haben jeweils eine Unterstützerin aus der Einrichtung an ihrer Seite, die ihnen vor Ort beim Verstehen schwieriger Texte hilft und Hinweise oder Ideen für die Arbeit gibt.

Die aktuelle Ausbildungs- und Schulungsrunde läuft noch bis zum März 2010. Eine zweite Runde beginnt im März 2010 und endet im Februar 2011. Die Teilnahme am Projekt ist kostenlos. Interessierte können sich bis zum 6. November 2009 anmelden.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie im Internet unter: http://www.weibernetz.de/frauenbeauftragte/

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